Brautkleid

Bild: Lilly

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Das Brautkleid im Wandel der Zeit

Heutzutage gehört ein weißes Brautkleid für die meisten Heiratswilligen in Bayern zur Hochzeit, wie das Amen in der Kirche – auch wenn es die meisten Brautpaare mit der ursprünglichen Bedeutung des weißen Brautkleides – Unschuld, Reinheit und Jungfräulichkeit – nicht mehr ganz so genau nehmen mögen. Doch das Bräute in Bayern in Weiß heiraten, war nicht immer so. Brautkleider folgten auch immer der Mode und den Gepflogenheiten ihrer Zeit.

Prunkvolles Mittelalter

Das Brautkleid hatte im Mittelalter eine große gesellschaftliche Bedeutung – es war nicht nur in Oberfranken, sondern in ganz Bayern so etwas wie ein Statussymbol. Durch eine  prachtvolles Brautkleid demonstrierte eine Familie ihren Reichtum, ihre Macht und ihre Stellung. In den oberen Gesellschaftsschichten wurde daher auch oftmals das Familienwappen mit in das Brautkleid eingearbeitet. Reich verzierte Stoffe aus Gold- oder Silberbrokat mit Stickereien versehen, oder mit Halbedelsteinen besetzt, wurden für die Kleider verwendet. Mit Brautkleidern in leuchtenden, strahlenden Farben wie Smaragdgrün, Königsblau oder Blutrot hoben sich Bräute der gehobenen Schichten im mittelalterlichen Bayern deutlich von den unteren Schichten ab. Niemand wäre zu dieser Zeit auf die Idee gekommen, im weißen Brautkleid den Bund für`s Leben einzugehen. Vor allem am Hofe trugen Bräute nicht nur aus Oberfranken, sondern aus ganz Bayern mantelartige Obergewänder. Ab 1475 erhielt das Mieder ein tiefes, spitzes Dekolleté mit einem Brusteinsatz sowie einen runden Rückenausschnitt.

In der Zeit der Renaissance erhielten die Brautkleider in Bayern ein sehr offenherziges Dekolleté. Die Taille saß ziemlich tief, das Mieder wurde vorne ganz geöffnet und geschnürt – alles andere als bequem.

 


Bild: Fotolia

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Prunkvolles Mittelalter

Das Brautkleid hatte im Mittelalter eine große gesellschaftliche Bedeutung – es war nicht nur in Oberfranken, sondern in ganz Bayern so etwas wie ein Statussymbol. Durch eine  prachtvolles Brautkleid demonstrierte eine Familie ihren Reichtum, ihre Macht und ihre Stellung. In den oberen Gesellschaftsschichten wurde daher auch oftmals das Familienwappen mit in das Brautkleid eingearbeitet. Reich verzierte Stoffe aus Gold- oder Silberbrokat mit Stickereien versehen, oder mit Halbedelsteinen besetzt, wurden für die Kleider verwendet. Mit Brautkleidern in leuchtenden, strahlenden Farben wie Smaragdgrün, Königsblau oder Blutrot hoben sich Bräute der gehobenen Schichten im mittelalterlichen Bayern deutlich von den unteren Schichten ab. Niemand wäre zu dieser Zeit auf die Idee gekommen, im weißen Brautkleid den Bund für`s Leben einzugehen. Vor allem am Hofe trugen Bräute nicht nur aus Oberfranken, sondern aus ganz Bayern mantelartige Obergewänder. Ab 1475 erhielt das Mieder ein tiefes, spitzes Dekolleté mit einem Brusteinsatz sowie einen runden Rückenausschnitt.

In der Zeit der Renaissance erhielten die Brautkleider in Bayern ein sehr offenherziges Dekolleté. Die Taille saß ziemlich tief, das Mieder wurde vorne ganz geöffnet und geschnürt – alles andere als bequem.

 

Schwarz kommt in Mode

Durch den Einfluss des spanischen Hofes kamen Ende des 16. Jahrhunderts dunkle Kleider auch in Oberfranken in Mode. Schwarze Kleidung zur Hochzeit war zu dieser Zeit in Bayern kein Symbol für Trauer oder Unglück, sondern drückte Frömmigkeit aus und das galt plötzlich als tugendhaft und modern – wenn man das im Mittelalter so nennen mag. Das schwarze Brautkleid, dass nicht nur bei Brautleuten in Hof, sondern in ganz Oberfranken immer beliebter wurde, bestand nun aus einer schwarzen Robe mit einer langen Schleppe. Dazu wurden Spitzenüberwürfe getragen, später auch Schleier in Weiß. Meistens trugen die Bräute aus Bayern dazu noch bestickte und mit Bändern verzierte Schürzen. Dieser Brautmodetrend war nicht nur für die Oberschicht vorbehalten. Auch das Bürgertum in Hof trug damals Schwarz. Denn ein schwarzes Kleid konnte die Braut aus Oberfranken bzw. Bayern auch noch nach der Hochzeit zu einem Festtag tragen. Außerdem – Frauen aus Hof sind auch heute noch für ihren Pragmatismus bekannt – ließen sich dunkle Brautkleider leicht reinigen. Es war damals für die Frauen in Bayern gar nicht so unüblich, in Kirchgangskleidung oder festlichen Trachten zu heiraten – ganz im Gegenteil. Ein Kleid nur an einem Tag zu tragen war zuweilen sogar verpönt. Und die unteren Schichten konnten es sich sowieso weder in Hof, Oberfranken noch sonstwo in Bayern wirklich leisten, ein Kleid nur einmal an einem einzigen Tag anzuziehen und dann nie wieder.

 

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Bild: Weise

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Ganz in Weiß – ein relativ junger Brautmode-Trend

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts kamen ganz allmählich weiße Brautkleider nach und nach in Oberfranken bzw. in Bayern in Mode. Allerdings wurden weiße Brautkleider anfangs nur von Bräuten der oberen Schichten des Bürgertums oder am Hofe getragen. Ein weißes Brautkleid – das galt als ganz neue Idee. Aber ab Anfang des 19. Jahrhunderts breitete sich der Brauch von den Fürstenhöfen aus und durchdrang langsam auch alle anderen Bevölkerungsschichten. Bald war das weiße Brautkleid nicht mehr länger nur den oberen Bevölkerungsschichten in Hof bzw. Oberfranken bzw. Bayern vorbehalten.

Die Braut trug damals ein enges Oberteil und eine schlanke, vom Korsett geformte Taille. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde es für jedes ehrbare Mädchen – nicht nur in Bayern – schicklich, in der Farbe der Unschuld und Reinheit vor den Traualtar zu treten. Allerdings hielten Brautleute auf dem Land, zum Beispiel in Oberfranken oder in den Vororten von Hof, noch lange an der Tradition des schwarzen Brautkleides fest, da es in vielerlei Hinsicht praktischer war.

 

Wechselhafte Brautmode im vergangenem Jahrhundert

Anfang der 1920er Jahre wurden die Brautkleider in Bayern immer kürzer und waren schmal geschnitten. Es waren bewegte Zeiten, die sich auch in der Brautmode bis ins letzte Dorf in Oberfranken widerspiegelten. Doch diese Ära währte nur kurz. Nach dem 2. Weltkrieg schlug die kurzzeitig gelebte Freizügigkeit wieder in Züchtigkeit um. Die Braut in Oberfranken trug am Hochzeitstag ein langes, weites Brautkleid – aufgrund von Materialmangel nach dem Kriege auch oft eher schlicht. Als in den 1950er Jahren der Petticoat auch in Bayern in Mode kam, wurden die Hochzeitskleider mit weitschwingenden Röcken, gestützt von Reifröcken versehen. In den 1960ern wurde das Brautkleid in Bayern wieder kürzer und frecher und in den 1980ern liebten Brautleute es – auch beeinflusst durch die royale Prunkhochzeit von Lady Diana – eher romantisch. Überall in Hof und Oberfranken versuchten Bräute den königlichen Stil der Lady Di nachzuahmen.

 

Brautkleid-Galerie von Kleemeier

Brautkleid-Galerie von Lisa Donetti

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Brautkleid-Galerie von Diane Legrand

Brautmode in Bayern von heute

Und heute? Die Braut in Hof, Oberfranken und überhaupt in ganz Bayern trägt, was ihr gefällt. Zu keiner anderen Zeitepoche waren Frauen so frei wie heute in ihren Entscheidungen. Und diese Freiheit nutzen die Bräute in Bayern. In den Brautmodegeschäften in Bayern und ganz besonders in Oberfranken gibt es viele verschiedene Stilrichtungen von Brautkleidern. Die dominierenden Farben sind créme, elfenbein und weiß, auch wenn es hier und da farbliche Akzente an einigen Details wie Gürtel oder Blüten gibt – die Braut in Oberfranken mag es eher klassisch. Da eine Braut heute an keine modische Vorgabe oder an starre Regeln der Etikette gebunden ist, kann sie sich ganz darauf konzentrieren, welcher Schnitt und welcher Stil zu ihr passt. Denn nicht jedes Brautkleid in den Fachgeschäften in Oberfranken steht jeder Braut. Einer kleinen, zierlichen Frau stehen andere Brautkleid-Modelle, als einer großen kräftigen. Doch die kundige Beratung im Brautmodegeschäft in Bayern wird Ihnen zeigen: Es gibt für Frau jede das passende Brautkleid. Erlaubt ist, was Ihnen und Ihrem Bräutigam gefällt.


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